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Unweit von Halberstadt liegt der kleine Ort Langenstein. Dieser in einer schönen Landschaft eingebettete Ort besitzt eine Besonderheit. Es sind die sogenannten Wohnhöhlen
von Langenstein. Die Höhlenwohnungen befinden sich in den höher gelegenen Ortsteilen. Die Àltesten bei der Altenburg. Mindestens zwei Höhlen wurden als Höhlenwohnung genutzt. Eine der Höhlenwohnung
wurde ĂŒber ArbeitsbeschaffungsmaĂnahmen wieder in seinen alten Zustand versetzt. In dieser Höhle wohnte bis zum Jahre 1916 noch ein Bewohner des Ortes. Seine WohnstĂ€tte trug sogar eine Hausnummer (Nr. 11). Sogar
Kleinvieh hielt er sich dort. Belegt ist, daĂ seit 1787 vom Gutsbesitzer an Tagelöhner Höhlenwohnungen wegen der grossen Wohnungsnot vergeben wurden. Dies geschah teilweise ĂŒber Los - Entscheidung. Das Alter und
die Entstehung der Höhlen ist weithin unbekannt. Ein anderer grosser Teil von Höhlenwohnungen befindet sich der Altenburg gegenĂŒber auf der Kuppe des SchĂ€ferberges. Diese entstanden 1855. 10 Familien wurden in
der grossen Wohnungsnot fĂŒr ein paar Groschen diese Felsen zugewiesen. In diesen sauber aus dem Fels herausgeschlagenen Höhlen hatte nur der Wohnraum ein Fenster. Der Schlafraum besteht nur aus kleinen Nischen.
Solch eine Wohnhöhle hatte höchstens 30 qm WohnflÀche. Es heisst, Bergleute, die im Harz keine Arbeit mehr fanden, siedelten sich mit ihren Familien in Langenstein an. Sie sollen wegen Mangel an Wohnungen diese
Höhlenwohnungen geschaffen haben. An einem der Höhlenwohnungen ist ein Schild angebracht worden. Ein gewisser Ludwig Schmidt wohnte hier mit seiner Frau bis zum Jahr 1910. Als Orgelspieler und fahrender Musikant
erreichte er ein gesegnetes Alter von 81 Jahren. Es gibt sogar noch Nachkommen von ihm.
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